Airbrush: Face & Photo Editor

Photography · PIXOCIAL TECHNOLOGY (SINGAPORE) PTE. LTD.

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Wer viele Selfies macht und sie verbessern möchte, ohne einen Abend an einem Desktop-Editor zu verbringen, für den ist Airbrush eine App, die einen Platz auf dem Smartphone verdient. Sie stammt von Pixocial Technology, lässt sich kostenlos installieren und hat ein sehr großes Publikum gefunden: über 100 Millionen Installationen und ein Durchschnitt von 4,1 aus rund 1,58 Millionen Bewertungen. Das sagt gleich zweierlei aus: Die App wird breit genutzt, aber ihre Nutzer sind nicht einhellig begeistert.

Sie bietet eine Reihe von Retusche-Werkzeugen, die sich um Gesicht, Körper, Hintergrund und neuerdings auch Video gruppieren. Der Anspruch des Entwicklers ist, dass die Ergebnisse weiterhin nach Ihnen aussehen, nur etwas gepflegter, und nicht nach einer anderen Person. Für diese Kategorie ist das ein vernünftiges Ziel, und es ist der richtige Maßstab, um zu beurteilen, ob die App zu Ihrer Arbeitsweise passt.

Am meisten dürfte sie Menschen ansprechen, die regelmäßig Porträts und kurze Clips posten und einen wiederholbaren Ablauf wünschen: Haut bereinigen, Zähne aufhellen, Hintergrund anpassen, einen Look anwenden, exportieren. Wenn Sie ohnehin mit einem vollwertigen Bearbeitungsprogramm arbeiten und feine manuelle Kontrolle über Kurven, Ebenen und Masken wollen, wirken die automatischen Anpassungen per Fingertipp hier eher wie ein Kompromiss als wie eine Abkürzung.

Die KI-Retusche-Werkzeuge im Mittelpunkt der App

Die Funktion, die der Entwickler an erste Stelle setzt, ist „AI Retouch“. Sie soll ein Porträt automatisch verfeinern und die Detailarbeit für Sie übernehmen. In der Praxis heißt das: Die App entscheidet, wo sie glättet, wo sie schärft und wie weit sie jede Anpassung treibt, und Sie übernehmen das Ergebnis oder korrigieren es. Das ist der schnellste Weg vom Rohfoto zu etwas Vorzeigbarem, und zugleich der Teil der App, bei dem Ihr persönlicher Geschmack am wenigsten zählt.

Darum herum gruppieren sich die gezielten Korrekturen, zu denen die meisten greifen. Die Zahnaufhellung macht ein Lächeln strahlender, das Entfernen von Hautunreinheiten beseitigt Akne und andere Flecken, und das Glättungswerkzeug mildert Falten und gleicht den Hautton aus. Ein Highlighter verleiht den Partien, die auffallen sollen, Struktur und Glanz. Jede dieser Funktionen ist eine gezielte Korrektur und kein pauschaler Filter, weshalb sich die App gut für schnelle Verschönerungen an einem einzelnen Porträt eignet.

Bei der Umformung wird die App eigenwilliger. Mit „Reshape“ lassen sich Gesichts- und Körperproportionen anpassen, und die Konturierung verändert, wie die Gesichtsstruktur im Foto wirkt. Rote Augen, Augenschatten und Augenfarbe lassen sich ebenfalls anpassen. Nichts davon ist bei einem Selfie-Editor ungewöhnlich, aber gerade diese Werkzeuge kippen ein Foto am leichtesten von retuschiert zu verfälscht, daher lohnt sich Zurückhaltung.

Virtuelles Make-up und Frisuren runden das Porträtangebot ab. Das Make-up wird nach dem gleichen automatischen Prinzip aufgetragen, und mit den Frisuren-Funktionen lassen sich verschiedene Farben und Stile ausprobieren, von Strähnchen bis zu weicheren Wellen. Eine Haarfarbe auszuprobieren, bevor man sich festlegt, gehört zu den besser vertretbaren Einsatzzwecken eines solchen Werkzeugs und kostet nichts als ein Foto.

Hintergründe, Objekte und Bildreparatur

Über das Gesicht hinaus kümmert sich die App um die Teile eines Fotos, die sich meist am mühsamsten korrigieren lassen. Die Hintergrundbearbeitung kann das, was hinter Ihnen zu sehen ist, weichzeichnen, ersetzen oder verbessern. Das hilft, wenn die Umgebung ablenkt, die Person selbst aber passt. Der KI-Radierer entfernt störende Objekte, und die KI-Optimierung passt Helligkeit, Sättigung und Farbtemperatur selbstständig an.

Filter und künstlerische Effekte sind für Nutzer gedacht, die einen Look statt einer Korrektur wollen. „AI Repair“ richtet sich an Bilder mit geringer Qualität und stellt verloren gegangene Details wieder her. Dieses Werkzeug würde ich am skeptischsten betrachten, denn aus einem schlechten Ausgangsbild lassen sich Informationen nur begrenzt zurückgewinnen. Um ein altes oder stark komprimiertes Foto vorzeigbar zu machen, ist es dennoch eine sinnvolle Ergänzung.

Dazu kommen drei Funktionen, die eher zum kreativen Spielen als zum Bearbeiten gehören. „Pro Headshots“ erzeugt Porträts im Studiostil, „Mood Swapper“ verändert Gesichtsausdrücke, und „Style Explorer“ zeigt Sie in verschiedenen künstlerischen Stilen. Mit diesen Werkzeugen entsteht am ehesten etwas, das Sie als Spielerei teilen und nicht als Profilbild verwenden. Sie zeigen gut, wie die App Nutzwert und Unterhaltung ausbalanciert.

Videobearbeitung in derselben App

Video ist bei Airbrush ein vollwertiger Bestandteil und kein nachträglicher Einfall. Die Gesichtsretusche lässt sich auf Videos anwenden, die Objektentfernung funktioniert bei Clips ebenso wie bei Standbildern, und eine Funktion zur Qualitätsverbesserung sorgt für mehr Bildschärfe. Wer kurze Selfie-Videos aufnimmt, spart sich den Wechsel zwischen zwei Apps, weil dieselben Retusche-Werkzeuge auch in Bewegung zur Verfügung stehen.

Der Preis dafür: Videoretusche ist schwieriger sauber hinzubekommen als Fotoretusche, denn eine Anpassung, die in einem einzelnen Bild gut aussieht, muss auch während der Bewegung überzeugen. Der Entwickler beschreibt die Videowerkzeuge als Echtzeitfunktion. Ich würde erwarten, dass die Fotobearbeitung die präzisere der beiden Seiten bleibt.

Was die App von Ihnen verlangt

Airbrush lässt sich kostenlos herunterladen, finanziert sich über Werbung und bietet In-App-Käufe. Der Entwickler beschreibt außerdem eine Premium-Ebene mit mehr als 300 Voreinstellungen und Make-up-Looks, über 400 Filtern und Effekten, unbegrenztem Zugriff auf die stilisierten Werkzeuge sowie mehr als 100 Funktionen und Retusche-Optionen, die zahlenden Nutzern vorbehalten sind. Die kostenlose Version ist also tatsächlich nutzbar, aber ein beachtlicher Teil des Angebots steckt hinter einem Kauf.

Wenn Sie nur gelegentlich Haut glätten und einen Filter anwenden wollen, reicht die kostenlose Version voraussichtlich aus. Wenn Sie vor allem die Frisuren-, Make-up- und stilisierten Werkzeuge reizen, sollten Sie damit rechnen, für den vollen Umfang zu bezahlen.

Außerdem verlangt die App Toleranz gegenüber automatischen Entscheidungen. Jede wichtige Funktion ist darauf ausgelegt, dass die App den ersten Durchgang für Sie übernimmt. Das ist ihr Sinn, aber auch ihre Grenze. Wer jede Anpassung selbst setzen möchte, kämpft am Ende gegen die Voreinstellungen, statt von ihnen zu profitieren.

Gute Ergebnisse ohne Übertreibung

Am zuverlässigsten arbeiten Sie mit einer solchen App in kleinen Schritten und hören früh auf. Beginnen Sie mit der automatischen Retusche und ergänzen Sie dann nur die Korrekturen, die das Foto wirklich braucht: Zähne, eine Unreinheit, Augenschatten. Jedes zusätzliche Werkzeug verstärkt die Wirkung, und der Unterschied zwischen einem guten Porträt und einem offensichtlich bearbeiteten liegt meist in einer Anpassung zu viel.

Hintergrundarbeiten beurteilen Sie am besten in voller Größe und nicht in der Miniaturansicht, denn Weichzeichnung und Ersetzung fallen vor allem an den Rändern von Haaren und Schultern auf. Ebenso bleiben Umformung und Konturierung glaubwürdiger, wenn Sie vor dem Export mit dem Original vergleichen. Die App liefert die Werkzeuge; zu entscheiden, wann Schluss ist, bleibt Ihre Aufgabe.

Bei Videos sollten Sie Ihre Erwartungen an dem ausrichten, was das Format zulässt. Echtzeit-Retusche ist praktisch, doch ein dezenter Eingriff hält über einen bewegten Clip hinweg besser als ein kräftiger. Das jüngste Update beschränkte sich auf kleine Fehlerbehebungen und leichte Verbesserungen, am Ablauf hat sich daher zuletzt nichts geändert.

Die App gibt es seit Oktober 2015, zuletzt wurde sie im Oktober 2026 aktualisiert. Das spricht für ein langjährig gepflegtes Produkt und nicht für ein neues Experiment.

Ein fähiger Alltagsretuscheur mit Bezahlschranke

Airbrush ist ein runder Selfie- und Video-Editor, der stark auf automatische Retusche setzt, und für viele Menschen ist das genau der richtige Ansatz. Die Porträtwerkzeuge decken das Übliche solide ab, die Funktionen für Hintergründe und Objektentfernung bringen echten Nutzen, und dank der Videofunktionen brauchen Sie für kurze Clips keine zweite App. Der Durchschnitt von 4,1 bei so vielen Bewertungen spricht für breite Zufriedenheit, lässt aber Raum für Widerspruch.

Die Einschränkungen sind eindeutig. Die App ist werbefinanziert, verkauft In-App-Käufe, und ein umfangreiches Angebot an Voreinstellungen, Filtern und stilisierten Werkzeugen ist zahlenden Nutzern vorbehalten. Das gesamte Konzept bevorzugt Ergebnisse per Fingertipp gegenüber manueller Kontrolle, was alle frustrieren dürfte, die jeden Parameter selbst einstellen wollen.

Wenn Ihre Bearbeitung präzise Arbeit Ebene für Ebene verlangt, wirkt der automatische Ansatz hier wie eine Einschränkung. Für alle anderen ist es eine kostenlose Möglichkeit herauszufinden, wie viel Retusche Sie tatsächlich wollen.

Kurzfazit

Eine kostenlose, werbefinanzierte Retusche-App für alle, die häufig Selfies und kurze Videos posten, sofern Ihnen die Premium-Werkzeuge nicht unverzichtbar sind.

App-Details

  • Version8.17.0
  • Aktualisiert8. Oktober 2026
  • Downloads100 Mio.+
  • ErfordertAndroid 8.0+
  • PreisKostenlos
  • AltersfreigabeAlle ab 10 Jahren

Airbrush: Face & Photo Editor: Häufig gestellte Fragen

Was lässt sich mit Airbrush eigentlich bearbeiten?

Die App deckt Porträts, Hintergründe und Videos ab. Bei Porträts übernimmt sie Hautglättung, das Entfernen von Hautunreinheiten, Zahnaufhellung, Augenkorrektur, Umformung, Konturierung, virtuelles Make-up und Frisuren. Bei Hintergründen kann sie das, was hinter der Person zu sehen ist, weichzeichnen, ersetzen oder verbessern. Außerdem entfernt sie störende Objekte und wendet Filter und Effekte an. Für Videos gibt es Gesichtsretusche, Objektentfernung und eine Funktion für mehr Bildschärfe.

Ist Airbrush kostenlos nutzbar?

Der Download ist kostenlos, die App finanziert sich über Werbung. Außerdem gibt es In-App-Käufe. Der Entwickler beschreibt ein Premium-Paket mit mehr als 300 Voreinstellungen und Make-up-Looks, über 400 Filtern und Effekten, unbegrenztem Zugriff auf die stilisierten Werkzeuge sowie mehr als 100 Funktionen und Retusche-Optionen, die zahlenden Nutzern vorbehalten sind. Die kostenlose Version ist also nutzbar, doch ein Teil des Angebots setzt einen Kauf voraus.

Kann ich eine andere Haarfarbe oder einen anderen Make-up-Look ausprobieren, bevor ich mich entscheide?

Ja, dafür ist die App unter anderem gedacht. Mit den Frisuren-Werkzeugen lassen sich verschiedene Farben und Stile anwenden, von Strähnchen bis zu weicheren Wellen, und das virtuelle Make-up sorgt nach dem gleichen automatischen Prinzip für einen gepflegten Look. So lässt sich ohne Risiko ausprobieren, wie eine Veränderung am eigenen Gesicht wirkt, bevor Sie sie wirklich vornehmen.

Funktioniert Airbrush auch bei Videos und nicht nur bei Fotos?

Videos sind ein fester Bestandteil der App und kein bloßes Extra. Die Gesichtsretusche lässt sich auf Videos anwenden, störende Objekte können aus Clips entfernt werden, und ein Werkzeug zur Qualitätsverbesserung sorgt für mehr Bildschärfe. Die Videoretusche arbeitet in Echtzeit.

Was enthält das jüngste Update?

Die neueste Version wird als kleine Fehlerbehebungen und leichte Verbesserungen beschrieben, nicht als neue Funktionen. Am Funktionsumfang und am Ablauf hat sich dadurch nichts geändert. Wenn Sie die App schon vorher genutzt haben, fühlt sich die Bedienung daher gleich an. Es handelt sich um ein Wartungsupdate und nicht um eine Überarbeitung.

Vorteile

  • Kostenlos installierbar, mit vielen Retusche-Werkzeugen
  • Automatische Retusche beschleunigt die alltägliche Porträtbearbeitung
  • Werkzeuge für Hintergründe, Objektentfernung und Bildreparatur inklusive
  • Videoretusche in derselben App wie die Fotobearbeitung
  • Langjährig bestehende App mit großer Nutzerbasis

Nachteile

  • Werbefinanziert
  • Bietet In-App-Käufe
  • Viele Voreinstellungen und Filter zahlenden Nutzern vorbehalten
  • Automatisches Vorgehen schränkt die manuelle Kontrolle ein

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