Samsung Music
Music & Audio · Samsung Electronics Co., Ltd.
Screenshots von Samsung Music
Wenn Sie ein Galaxy-Smartphone besitzen und irgendwo darauf oder auf einer Speicherkarte einen Ordner mit Musikdateien haben, ist Samsung Music der naheliegende Startpunkt. Die App stammt von Samsung Electronics, ist kostenlos und wurde speziell für die Galaxy-Reihe entwickelt, nicht für Android-Hardware im Allgemeinen. Das Angebot ist schlicht: ein Player für Audiodateien, die Sie bereits besitzen, verpackt in eine Oberfläche, die der Entwickler als übersichtlich und intuitiv beschreibt.
Diese Einordnung ist wichtig, denn es handelt sich nicht um einen Streamingdienst, und die App versucht auch nicht, einer zu sein. Die Kernaufgabe ist die Wiedergabe von Dateien, die Sie selbst mitbringen, ergänzt um einige Werkzeuge zur Organisation. Die Installationszahlen zeigen, wie viele Menschen die App auf ihrem Gerät haben, ob freiwillig oder weil sie mit dem Smartphone geliefert wurde: über eine Milliarde Installationen und ein Durchschnitt von 3,8 aus mehr als 820.000 Bewertungen.
Die App ist seit Februar 2016 im Play Store und wurde im Juni 2026 noch aktualisiert. Sie ist also eine langlebige Software und kein kurzes Experiment. Für alle, die ihre eigene Sammlung abspielen möchten, ist diese Kombination aus Alter und fortlaufenden Updates beruhigend.
Welche Formate unterstützt werden und welche nicht
Die Funktion, die der Entwickler an erste Stelle setzt, ist die Formatunterstützung. Samsung Music spielt MP3-, AAC- und FLAC-Dateien ab. Das deckt den Großteil dessen ab, was die meisten Menschen auf dem Smartphone oder einer SD-Karte haben: komprimierte Titel aus einem Download-Shop, von CD übernommenes Audio und verlustfreie Dateien für alle, die solche besitzen. Diese Bandbreite ist groß genug, dass Sie mit einer gewöhnlichen Sammlung wohl kaum an Grenzen stoßen.
Allerdings gibt es eine Einschränkung, und sie stammt vom Entwickler und nicht von mir: Die unterstützten Formate können je nach Gerät variieren. Sicher ist also nur, dass diese drei genannt werden; alles darüber hinaus wird nicht zugesagt. Wenn Ihre Bibliothek auf einem ungewöhnlichen Codec beruht, sollten Sie das an Ihrem konkreten Gerät prüfen, bevor Sie die App zu Ihrem Haupt-Player machen.
Im Normalfall ist das Versprechen eindeutig: Sie verweisen die App auf Ihre Musik, und sie spielt sie ab. Genau darin liegt der Reiz eines lokalen Players, und auf den ersten Blick erfüllt diese App das.
Eine unübersichtliche Bibliothek in Ordnung bringen
Das Zweite, was der Entwickler betont, ist die Verwaltung der Bibliothek, und hier verdient die App mehr als nur einen flüchtigen Blick. Titel lassen sich nach Album, Interpret, Genre, Ordner oder Komponist durchsuchen. Sechs Zugänge zur selben Sammlung klingen übertrieben, bis die Bibliothek über Jahre unordentlich gewachsen ist. Dann ist eine Ordneransicht neben den üblichen tagbasierten Ansichten plötzlich wirklich nützlich.
Die Komponisten-Ansicht fällt auf, weil sie in einem Allzweck-Player ungewöhnlich ist. Sie deutet darauf hin, dass die App auch für Klassik- und Soundtrack-Sammlungen gedacht ist, bei denen der Interpret nicht der hilfreichste Weg ist, etwas zu finden. Wenn Ihre Bibliothek überwiegend aus Pop-Singles besteht, werden Sie sie vermutlich nie anfassen; bei überwiegend orchestralen Werken ist sie vielleicht die Ansicht, in der Sie sich meistens aufhalten.
Nichts davon ist exotisch. Es ist die Art von Ordnung, die eine ernsthafte Musik-App braucht, und der Entwickler hat sich entschieden, sie als Hauptfunktion herauszustellen, statt sie zu verstecken. Ich gehe davon aus, dass die Bedienung beim Durchsuchen im Alltag den meisten Nutzern stärker auffällt als die Wiedergabe selbst, die entweder funktioniert oder eben nicht.
Spotify-Empfehlungen in einem lokalen Player
Die interessantere Ergänzung ist ein Spotify-Tab. In Samsung Music sehen Sie Playlist-Empfehlungen von Spotify und können direkt in der App auf diesem Dienst nach Musik suchen. Das ist eine ungewöhnliche Kombination: ein Player für Dateien, die Ihnen gehören, mit einem angeflanschten Fenster in einen Streamingkatalog.
Der Entwickler ist bei der Einschränkung eindeutig. Die Spotify-Integration funktioniert nur in Ländern, in denen der Dienst verfügbar ist. In Märkten ohne Spotify fehlt dieser Teil der App, und übrig bleibt der lokale Player. Es lohnt sich auch, genau zu sagen, was der Tab leistet: Er zeigt Empfehlungen an und ermöglicht die Suche, ersetzt aber weder ein Spotify-Abo noch spielt er Ihre Spotify-Bibliothek über Samsung Music ab.
Ob das eine Rolle spielt, hängt davon ab, wie Sie Musik hören. Wenn Sie bereits für einen Streamingdienst zahlen, ist der Tab eine Annehmlichkeit, ein Ort, um Neues zu finden, ohne den Player zu verlassen. Wenn nicht, ist er eine Glasscheibe, an der Sie auf dem Weg zu Ihren eigenen Dateien einfach vorbeischauen.
Was die App von Ihrem Smartphone verlangt
Samsung Music ist kostenlos installierbar, und laut der Beschreibung des Entwicklers enthält die App Werbung. Es gibt keine In-App-Käufe. Das ist das vollständige Bild der Kosten: ein kostenloser Download mit Werbung, ohne dazugehörige Käufe.
Bei den Berechtigungen gibt sich die App recht zurückhaltend. Der Speicherzugriff, beschrieben als „Musik und Audio“, ist zwingend erforderlich, denn ohne ihn kann die App Ihre Dateien nicht lesen und nichts von einer SD-Karte abspielen. Benachrichtigungen sind optional. Außerdem gibt es eine Telefonberechtigung, die jedoch nur für koreanische Geräte gilt und dazu dient, Ihr Smartphone bei der Nutzung des Musikdienstes zu verifizieren. Die meisten Nutzer außerhalb Koreas werden sie daher nie zu sehen bekommen.
Eine kleine Abhängigkeit sollte man erwähnen: Um den Entwickler über die Kontaktoption der App zu erreichen, muss die Samsung-Members-App installiert sein. Das betrifft den Supportweg und nicht die Wiedergabe, ist aber genau die Art von Detail, die überrascht, wenn man Hilfe sucht.
Die App hat die Altersfreigabe Teen und ist für Samsung-Galaxy-Hardware mit Android entwickelt. Auf anderen Android-Smartphones ist sie nicht das vorgesehene Ziel, und vor allem die Formatunterstützung hängt vom Gerät ab.
So holen Sie im Alltag das Beste heraus
Da dies ein Player für Dateien ist, die Sie bereits haben, zahlt sich eine aufgeräumte Einrichtung aus. Wenn Sie Ihre Musik vorab in Ordner sortieren, zeigt die Ordneransicht etwas Sinnvolles an, und alle sechs Zugänge der App führen zur selben gut organisierten Bibliothek statt zu sechs verschiedenen Ansichten eines Durcheinanders. Wenn Sie Musik auf einer Speicherkarte aufbewahren, ermöglicht die Speicherberechtigung der App das Lesen. Erteilen Sie sie am besten gleich zu Beginn, dann gibt es später keine Verwirrung.
Das jüngste Update, Version 16.2.44, brachte ein 2x2-Widget und eine Änderung an der Zufallswiedergabe: Beim Mischen sehen Sie nun die Reihenfolge der Titel in der aktuellen Playlist. Das ist eine kleine, aber durchdachte Antwort auf die übliche Kritik am Mischen, nämlich nicht zu wissen, was als Nächstes kommt, und nicht vorausschauen zu können. Es deutet darauf hin, dass der Entwickler weiterhin darauf achtet, wie Menschen tatsächlich Musik hören.
Wenn Sie Spotify nutzen und in einem Land leben, in dem es verfügbar ist, lohnt sich ein Blick auf den Tab, um Neues für die eigene Sammlung zu finden. Wenn nicht, ignorieren Sie ihn und behandeln die App als das, was sie ist: eine verlässliche Möglichkeit, die Musik abzuspielen, die Ihnen gehört, mit einer Bibliotheksstruktur, die auch bei wachsender Sammlung standhält.
Ein verlässlicher Player für Galaxy-Besitzer
Samsung Music erledigt eine Aufgabe, und zwar ohne großes Aufheben: Die App spielt die Musik auf Ihrem Smartphone ab, sortiert sie sinnvoll und bleibt dabei im Hintergrund. Die Formatunterstützung deckt die gängigen Fälle ab, die sechs Kategorien zum Durchsuchen bieten mehr als einen Weg zu einem Titel, und der Spotify-Tab ergänzt eine Entdeckungsebene für alle in Märkten, in denen der Dienst läuft. Die App ist kostenlos, und der Preis dafür ist Werbung statt eines Kaufs.
Die Grenzen sind die, die der Entwickler selbst nennt. Die Wiedergabe ist an Galaxy-Hardware und an die Formate gebunden, die Ihr Gerät unterstützt, die Spotify-Empfehlungen sind in Ländern ohne Spotify nicht verfügbar, und die App ist kein eigenständiger Streamingdienst. Wer erwartet, dass sie einen Abo-Katalog ersetzt, wird enttäuscht sein; wer einen Ordner voller MP3s und ein Galaxy-Smartphone hat, nicht.
Meine Empfehlung richtet sich an Galaxy-Besitzer, die einen lokalen Player mit echten Organisationswerkzeugen und ohne Kosten außer Werbung wollen. Wenn Ihre Bibliothek auf einer Speicherkarte liegt oder Sie Wert darauf legen, nach Komponist oder Ordner zu suchen, ist dies eine vernünftige Standardwahl. Der Durchschnitt von 3,8 bei einer großen Zahl an Bewertungen deutet auf eine weit verbreitete App mit gemischtem Echo hin, was man im Hinterkopf behalten sollte. Für die Kernaufgabe, die sie sich vornimmt, wirkt sie aber wie eine sinnvolle Wahl.
Kurzfazit
Ein kostenloser, werbefinanzierter Player für Galaxy-Besitzer, die ihre eigenen Musikdateien geordnet abspielen möchten.
App-Details
- Version16.2.44.0
- Aktualisiert22. Juni 2026
- Downloads1 Mrd.+
- ErfordertAndroid 9+
- PreisKostenlos
- AltersfreigabeAb 13 Jahren
Samsung Music: Häufig gestellte Fragen
Welche Audioformate spielt Samsung Music ab?
Der Entwickler nennt MP3, AAC und FLAC als unterstützte Formate. Damit ist der Großteil der heruntergeladenen und selbst digitalisierten Musik abgedeckt. Die unterstützten Formate können je nach Gerät variieren, sodass die genaue Auswahl von einem Galaxy-Modell zum anderen abweichen kann. Für eine gewöhnliche Sammlung dürften diese drei Formate den Großteil abdecken.
Wie funktioniert der Spotify-Tab?
In der App gibt es einen Spotify-Tab, der Playlist-Empfehlungen von Spotify anzeigt und mit dem Sie auf diesem Dienst nach Musik suchen können. Er dient der Entdeckung und Suche und ersetzt kein Spotify-Abo. Der Tab erscheint nur in Ländern, in denen Spotify verfügbar ist. In anderen Märkten ist die App ein reiner Player für lokale Musik.
Kostet Samsung Music etwas?
Die App kann kostenlos heruntergeladen werden und enthält keine In-App-Käufe. Sie enthält jedoch Werbung. In der App gibt es nichts zu kaufen.
Welche Berechtigungen benötigt die App?
Der Speicherzugriff, bezeichnet als „Musik und Audio“, ist zwingend erforderlich, da die App ihn braucht, um Ihre Dateien zu lesen und abzuspielen, auch Musik auf einer SD-Karte. Die Berechtigung für Benachrichtigungen ist optional, und die Grundfunktionen laufen auch dann weiter, wenn Sie sie ablehnen. Eine Telefonberechtigung gilt nur für koreanische Geräte, auf denen sie Ihr Smartphone für den Musikdienst verifiziert.
Was hat sich im letzten Update geändert?
Version 16.2.44 brachte ein 2x2-Widget für den Startbildschirm. Außerdem wurde die Zufallswiedergabe geändert: Beim Mischen sehen Sie nun die Reihenfolge der Titel in der aktuellen Playlist. Beides sind kleine Ergänzungen für den Alltag und keine neuen Kernfunktionen.
Vorteile
- Kostenlos und ohne In-App-Käufe
- Spielt MP3-, AAC- und FLAC-Dateien ab
- Sechs Wege, die Bibliothek zu durchsuchen
- Spotify-Empfehlungen integriert
- Wird weiter aktualisiert, mit neuem Widget und Mischansicht
Nachteile
- Enthält Werbung
- Für Samsung-Galaxy-Geräte entwickelt
- Formatunterstützung variiert je nach Gerät
- Spotify-Tab nur in unterstützten Ländern
- Speicherberechtigung zum Abspielen erforderlich
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